Etappe 20

Bons-en-Chablais – Genève

Vom Osten in den Westen

Technische Angaben

Datum
10. April 2024

Wetter
Nach dem Wetterumschwung tags zuvor, war es jetzt kalt. 4°C zeigte das Thermometer am Morgen bei Marschbeginn an. Es begleitete uns ein frischer Ostwind, der in Genf richtig stark und kalt blies. Wir blieben aber trocken und konnten den Einmarsch in Genf entlang des Quais geniessen!

Route
Bons-en-Chablais (Gare) – Brens – Couty – Monniaz (Grenze) – Grands Bois – Lullier – Sionnet – Carre d’Aval – La Capite – Ruth – Cologny – Genève

Zeiten
Bons-en-Chablais (Gare) ab 08.05, Genf an 14.40, 6:35 Gesamtdauer. Mit dem Auto vom Camping nach Bons-en-Chablais (Gare). Von Genf Hauptbahnhof mit dem Zug nach Annemasse. Dort auf den Zug nach Bons-en-Chablais umgestiegen. Mit dem Auto zum Camping.

Distanz
25.50 km, Aufstieg 150 m, Abstieg 310 m

Unterkunft
Camping La Pinède in Excenevex-Plage (Frankreich)

Verpflegung
Frühstück an die Hand beim Start (Pain au Chocolat, natürlich!). Verpflegung aus dem Rucksack. Glacé am Quai des Genfersees. Wir einigten uns darauf, in einem indischen Restaurant den Abschluss der Schweiz-Durchquerung ausgiebig zu feiern. Das bereuten wir keine Sekunde!

Besonderes
Und dann war es soweit: die letzte Etappe stand uns bevor. Das Wetter in unserer Ferienwoche meinte es wirklich gut mit uns. Kalt, aber trocken war es heute. Die heutige Etappe war eigentlich ein langer Spaziergang. Keine Höhendifferenzen mehr, die überschritten werden mussten. Das Restaurant Cheval Blanc in Carre d’Arval gibt es noch immer – mit stattlichen Preisen! Auch können wir die exakt grandlinig angeordneten Reben bestätigen. Wir schritten dem Genfersee in zügigem Tempo entgegen und der Moment, als dieser in unser Blickfeld kam, ist unbeschreiblich. Die letzten Kilometer spazierten wir in Schlendertempo dem Quai entlang und genossen den Blick auf die immer näher kommende Stadt Genève. Wir beschlossen unsere Schweiz-Durchquerung auf der Pont du Mont-Blanc. Was für ein wunderschöner, würdiger Schlusspunkt.
Dass diese Tour mit unseren Kindern möglich war, erfüllt uns mit grossem Stolz. Unglaublich, was diese Kinderbeine geleistet haben. Die Tour war nicht nur physisch eine Herausforderung. Sie hat uns auch mental gefordert. Wir als Eltern waren Verursacher und deshalb auch dafür verantwortlich, den Mut und die Freude am Projekt nicht zu verlieren. Grosspapa schrieb vor 40 Jahren: „Dann aber ist es für ein so ausgedehntes Unternehmen notwendig, einen Gefährten bzw. eine Gefährtin zur Seite zu haben, die keine körperlichen oder seelischen Schwierigkeiten hat oder macht.“ In unseren Kindern hatten wir genau diese Gefährten. Und nicht zu vergessen: auch wir als Eltern haben das gemeinsam gemeistert.
Wir haben es geschafft – BRAVO!

Etappenbericht Grossmüeti und Grosspapa
11. Oktober 1982

Etappe 19, Teil 1

Thonon-les-Bains, Vongy Église – Perrignier

Vom Osten in den Westen

Technische Angaben

Datum
9. April 2024

Wetter
Das Wetter war uns wohlgesinnt. Auch am dritten Wandertag hatten wir schönes, angenehm warmes Wanderwetter. Gegen den Schluss kühlte es merklich ab – der Wetterumschwung lag in der Luft.

Route
Thonon-les-Bains, Vongy Église – L’Ermigtage – Noyer – Macheran – Le Villard – Perrignier

Zeiten
Thonon-les-Bains, Vongy Église ab 09.10, Perrignier an 13.50, 4:45 Gesamtdauer. Mit dem Auto vom Camping nach Thonon-les-Bains, Vongy Église. Von Perrignier (Village) zu Fuss zum Bahnhof, ca. 1.7 km und 20 Min. Gehzeit. Von Perrignier (Gare) mit dem Zug nach Thonon-les-Bains (Gare). Dann mit dem Bus zurück nach Vongy Église und mit dem Auto zum Camping.

Distanz
14.95 km, Aufstieg 520 m, Abstieg 370 m

Unterkunft
Camping La Pinède in Excenevex-Plage (Frankreich)

Verpflegung
Frühstück an die Hand beim Start (Pain au Chocolat!). Verpflegung aus dem Rucksack. Glacé in Thonon-les-Bains.

Besonderes
Heute standen die letzten Höhenmeter der gesamten Tour auf dem Programm. Das mit den kläffenden Hunden können wir bestätigen. Die Wanderung führte uns durch Wälder und Felder. Eine sehr angenehme, schöne Tour. Mittlerweile sind 15 km ein Klacks für die wandererprobten Kinderbeine. In Thonon-les-Bains haben wir nachgeschaut, ob es das Hotel von Grossmüeti und Grosspapa noch immer gibt. Tatsächlich! Und es ist sogar nach wie vor eine Hotelfachschule. Das Gebäude scheint sich auch gar nicht verändert zu haben über die letzten 40 Jahre. Wir sind froh, durften wir in unserem Wohnwagen nächtigen 🙂

Etappenbericht Grossmüeti und Grosspapa
10. Oktober 1982

Etappe 19, Teil 2

Perrignier – Bons-en-Chablais

Vom Osten in den Westen

Technische Angaben

Datum
7. April 2024

Wetter
Auch heute war es wieder warm bei über 25°C.

Route
Perrignier – Brécorens – Brenthonne – Bons-en-Chablais (Gare)

Zeiten
Perrignier ab 12.35, Bons-en-Chablais (Gare) an 14.50, 2:15 Gesamtdauer. Mit dem Auto vom Camping nach Perrignier. Von Bons-en-Chablais (Gare) mit dem Zug nach Perrignier. Von dort zu Fuss zurück zum Auto, ca. 1.7 km und 20 Min. Gehzeit.

Distanz
7.5 km, Aufstieg 100 m, Abstieg 100 m

Unterkunft
Camping La Pinède in Excenevex-Plage (Frankreich)

Verpflegung
Verpflegung aus dem Rucksack. Glacé am Strand des Campings.

Besonderes
Zuerst dachten wir, dass wir die heutige Kurzetappe nicht machen können wegen Johannas Knie. Als sie dann aber auf dem Spielplatz des Campings herumtobte, entschieden wir, die Strecke doch unter die Füsse zu nehmen. Wie Grossmüeti und Grosspapa war es auch bei uns Sonntag und wir nahmen diese Teiletappe als Sonntagsspaziergang. Wir waren sehr froh, mussten wir diese Strecke nicht noch am Schluss der Etappe 19 zurücklegen. So haben wir unsere Beine nach der gestrigen langen Etappe etwas bewegt – ohne grosse Anstrengung. Die Wirtschaften sind übrigens immer noch geschlossen am Sonntag…

Etappenbericht Grossmüeti und Grosspapa
10. Oktober 1982

Etappe 18

Meillerie – Thonon-les-Bains, Vongy Église

Vom Osten in den Westen

Technische Angaben

Datum
6. April 2024

Wetter
Für Anfang April sehr warmes Wetter. Nach den ersten Höhenmetern entledigten wir uns bereits den Pullovern und langen Hosen. In Thonon-les-Bains war es abends dann wieder kühl.

Route
Meillerie – Le Maravent – Thollon – La Prau – Praubert – Vérossier Haut – Féternes – Thièze – Châteauvieux – La Dranse – Vongy Église (Thonon)

Zeiten
Meillerie ab 09.15, Vongy Église an 17.30, 8:15 Gesamtdauer. Mit dem Auto vom Camping nach Évian-les-Bains und von dort mit dem Bus nach Meillerie. Von Vongy Église mit dem Bus zurück nach Évian-les-Bains und mit dem Auto zum Camping

Distanz
26.93 km, Aufstieg 760 m, Abstieg 750 m

Unterkunft
Camping La Pinède in Excenevex-Plage (Frankreich)

Verpflegung
Frühstück an die Hand beim Warten auf den Bus in Évian-les-Bains. Verpflegung unterwegs aus dem Rucksack. In Évian-les-Bains Glacé.

Besonderes
Wir können bestätigen: es geht steil hoch von Meillerie nach Le Maravent. Angenehm schattig ist der Anstieg. Leider hat sich Johanna beim Aufstieg das Knie verdreht und musste die verbleibenden 24 km mit Schmerzen marschieren. Anneliese ist gestolpert und hat sich derart fest die Zehen angeschlagen, dass das Wandern ebenfalls äusserst schmerzhaft war. Wir haben aber durchgebissen bis zum Schluss. Das Hotel Floralp in Thollon gibt es leider nicht mehr. Die Landschaft mit den üppigen Wiesen und schönen, blühenden Obstbäumen ist prächtig. Immer wieder erhascht man einen Blick auf den Lac Léman. Leider sind wohl viele Landwege Teerstrassen gewichen über die letzten 40 Jahre. Dafür haben wir einige Objekte entdeckt, die vielleicht bereits Grossmüeti und Grosspapa gesehen hatten? Das Valée de la Dranse haben wir ähnlich kennengelernt wie Grossmüeti und Grosspapa. Der Abstieg ins Vallée ist noch immer boisé und wir haben uns dort zum Schluss auch noch vertan beim Weg. Sich bei KM 24 zu verlaufen, ist weniger lustig, vor allem, weil es da nochmals zünftig bergauf und -ab ging. Die letzten Kilometer der Dranse entlang waren kräftezehrend, zumal wir zu diesem Zeitpunkt Johanna schultern mussten. Aber: wir haben es nach langen 8:15 h geschafft! In Évian-les-Bains gönnten wir uns trotz fortgeschrittener Stunde ein wohlverdientes Glacé.

Etappenbericht Grossmüeti und Grosspapa
9. Oktober 1982

Etappe 14

Les Paccots – Vevey

Vom Osten in den Westen

Technische Angaben

Datum
10. August 2023

Wetter
Von Anfang an wunderschönes Sommerwetter. Einfach ein Prachtstag!

Route
Les Paccots (Les Rosalys) – Les Joncs – Passerelle de Fégire (P. 1023) – Fontanna David – Les Mossettes – Les Pléiades – Les Chevalleyres – La Chiésaz – Château d’Hauteville – Vevey Marché

Zeiten
Les Paccots (Les Rosalys) ab 08.55, Vevey Marché an 14.40, 5:45 Gesamtdauer. Mit dem Auto nach Châtel-Saint-Denis und von dort mit dem Bus nach Les Paccots (Les Rosalys). Von Vevey mit dem Bus zurück nach Châtel-Saint-Denis und mit dem Auto zum Camping Haute Gruyères.

Distanz
19.65 km, Aufstieg 590 m, Abstieg 1’316 m

Unterkunft
Camping Haute Gruyères in Enney.

Verpflegung
Frühstück an die Hand beim Abmarsch in Les Paccots. Im Restaurant Les Pléiades Kuchen zur Zwischenverpflegung. Sonst aus dem Rucksack. In Vevey Glacé und Crèpes. Zum z’Nacht Hamburger und Pommes Frites im Restaurant «Le Non-Stop burger».

Besonderes
Was für ein Triumph! Wir haben es an den Genfersee geschafft. Mehr als 350 km liegen hinter uns (und stecken in unseren Beinen!). Stolz sind wir in Vevey einmarschiert. Wer hätte gedacht, dass wir das mit den Kindern schaffen würden? Und doch sind wir noch nicht am Ziel. Unser Ziel ist Genf, das wir in mindestens drei weiteren Etappen am französischen Ufer des Sees erreichen wollen. Als Belohnung für das bereits Geleistete haben wir ein Pedalo gemietet und uns ein Bad im Genfersee gegönnt.
Diese Etappe hat uns sehr gut gefallen. Vor Les Pléiades gibt es ein schönes Naturschutzgebiet mit einem Steg. Die ganze Etappe war äusserst abwechslungsreich. Den steilen Abstieg von Les Pléiades haben wir abgekürzt über einen Biketrail (den nicht mal Fabio fahren würde!). Die Kinder nutzten die grossen Chancen, ihre Sprungkünste zum Besten zu geben.

Etappenbericht Grossmüeti und Grosspapa
4. August 1982

Etappe 16

Schwarzsee – Gruyères

Vom Osten in den Westen

Technische Angaben

Datum
8. August 2023

Wetter
Anfangs bewölkt und kühl, sehr schnell schöner und dann angenehm warm. Ideale Wandertemperatur bei rund 20°C.

Route
Schwarsee (Campus) – La Balisa – Les Reposoirs – Les Ciernes – Charmey – Uferweg Lac de Montsalvens – Gorges de la Jogne – Broc (Forcel) – Chapelle des Marches – Le Pont qui branle – Gruyères (Schlosshügel) – Gruyères (Station)

Zeiten
Schwarzsee (Campus) ab 09.00, Gruyères (Station) an 15.55, 6:55 Gesamtdauer. Mit dem Auto vom Camping Hautes Gruyères zur Station Gruyères. Mit dem Zug nach Bulle, von dort weiter nach Fribourg. Umgestiegen auf den Bus und mit diesem bis Schwarzsee gefahren. Anfahrtsweg fast zwei Stunden. Mit dem Auto von Gruyères (Station) wieder zurück zum Camping, mit Zwischenhalt beim Flugplatz in Epagny.

Distanz
24 km, Aufstieg 845 m, Abstieg 1’145 m

Unterkunft
Camping Haute Gruyères in Enney.

Verpflegung
Frühstück im Zug nach Fribourg. In Charmey sind wir im Restaurant «La Pause» eingekehrt und haben etwas Kleines gegessen. Nach der Wanderung sind wir beim Flugplatz Epagny eingekehrt für ein Glacé. Am Abend gab es ein Fondue (Kinder Chicken Nuggets & Pommes) und Meringues mit Crème double und frischen Beeren im Restaurant «Saint Georges».

Besonderes
Uns fällt auf, dass die Leute sehr freundlich sind. Jeder Wanderer grüsst. Mit dieser Wanderung haben wir den Röstigraben überquert und auf einen Schlag waren alle Tafeln nur noch auf Französisch angeschrieben. Nebst der Sprache sind auch die Kühe anders: kein Braunvieh mehr, dafür Freiburger (gefleckte) Kühe. Die Wanderung nach Gruyères war lange. Danke dem Schluchtenweg nach dem Lac de Montsalvens bis nach Broc war der Weg aber überraschend abwechslungsreich und kurzweilig. Die letzten Meter hinauf auf den Schlosshügel waren anstrengend und heiss. Den Schlossbesuch haben wir uns für den nächsten Tag aufgehoben. Auf dem Flugplatz von Epagny sind wir mehrfach eingekehrt. Ein schöner Spielplatz und das aktive Treiben auf dem Flugplatz luden zum Verweilen ein.

Etappenbericht Grossmüeti und Grosspapa
6. August 1982

Etappe 15

Gruyères – Les Paccots

Vom Osten in den Westen

Technische Angaben

Datum
7. August 2023

Wetter
Anfangs noch bewölkt und kalt. Dann immer schöner und wärmer.

Route
Guryères (Station) – Pringy – Le Pènî – Petites Clés – Grosses Clés – Restaurant Plan Francey – Gros Plané – La Pudze – P. 1127 (Pont de la Cascade) – Les Paccots, Les Rosalys

Zeiten
Gruyères Station ab 08.55, Les Paccots (Les Rosalys) an 13.30, 4:35 Gesamtdauer. Mit dem Auto vom Camping Hautes Gruyères zur Station. Mit dem Bus von Les Paccots (Les Rosalys) nach Châtel-Saint-Denis und von dort mit dem Zug zurück nach Gruyères.

Distanz
14.75 km, Aufstieg 923 m, Abstieg 563 m

Unterkunft
Wir haben uns mit «Bürsti» für eine Woche auf dem Camping Haute Gruyères in Enney stationiert. Das hat sich als idealer Ausgangspunkt für die drei geplanten Etappen herausgestellt.

Verpflegung
Frühstück an die Hand auf dem ersten Aufstieg der Etappe. Zwischenverpflegung im Restaurant Plan Francey bei der Mittelstation der Bergbahn Moléson. Weitere Verpflegung aus dem Rucksack.

Besonderes
Nach heftigen Regenfällen in den Tagen zuvor war der Weg sehr sumpfig. Der Aufstieg über die Schotterstrasse war steil und anstrengend. Zum Glück war es kühl. Die Berggipfel in der Ferne waren schneebedeckt. Auf dem Abstieg haben wir einen allerersten Blick auf den Genfersee erhaschen können.

Etappenbericht Grossmüeti und Grosspapa
5. August 1982

Etappe 17

Underi Gantrischhütte – Schwarzsee

Vom Osten in den Westen

Technische Angaben

Datum
31. Juli 2023

Wetter
Wunderbares, angenehmes Sommerwetter. Nicht heiss.

Route
Underi Gantrischhütte – Schwefelbergbad – Rächt Hengscht – Stäckhütte – Hohmattli – Gantrischli – Schönenboden – Salzmatt – Hürlisboden – Schwarzsee Campus

Zeiten
Underi Gantrischhütte ab 08.00, Schwarzsee Campus an 16.25 (Schwarzsee Rodelbahn an 15.15), 8:25 Gesamtdauer. Keine Anreise, da wir in der «Underi Gantrischhütte» übernachtet haben. Mit dem Bus von Schwarzsee Campus nach Schwarzsee Kaspera.

Distanz
25.93 km, Aufstieg 1220 m, Abstieg 1610 m

Unterkunft
Übernachtung in der Pension «fein & sein». Sehr schöner Garten für die Kinder zum spielen, schöne, zweckmässige, eher kleine Zimmer. Sehr freundliches Personal.

Verpflegung
Frühstück in der «Underi Gantrischhütte». Teuer Wasser-Reservoir aufgefüllt (9 Fläschchen Mineral à je 5.-). Essen unterwegs aus dem Rucksack. Glacé beim Minigolf-Park in Schwarzsee. Nachtessen im Hotel Bad, wo Grossmüeti und Grosspapa logiert haben vor 40 Jahren.

Besonderes
Die längste und anstrengendste Etappe haben wir hinter uns gebracht. Mehr als 25 km, über 1000 Höhenmeter rauf und 1600 runter. Mit Bravour haben auch die Kinderbeine diese Herausforderung gemeistert. Mama und Papa platzen fast vor Stolz! Als Belohnung wurde in Schwarzsee gerodelt. Nebst Glacé gab es beim z’Nacht auch noch ein Dessert. Bravo! Mit dieser Etappe haben wir auch den höchsten Punkt der gesamten Wanderung überschritten (Hohmattli, 1664 m). So langsam aber sicher kommen wir auch der Sprachgrenze näher.

Etappenbericht Grossmüeti und Grosspapa
7. August 1982

Etappe 12

Blumenstein – Underi Gantrischhütte

Vom Osten in den Westen

Technische Angaben

Datum
30. Juli 2023

Wetter
Pünktlich zum Abmarschbeginn verzog sich die Regenfront. Diese hinterliess eine feucht-warme Luft, die uns ins Schwitzen brachte. Nach und nach angenehmer bei etwas über 20°C.

Route
Blumenstein – Gürbegraben – Weiermoos – Riselbruch – Schwändli – Länggrätli – P. 1579 – Underi Gantrischhütte

Zeiten
Blumenstein ab 11.55, Underi Gantrischhütte an 16.00, 4:05 Gesamtdauer. Mit dem Auto nach Stein AR Dorf, mit dem Bus nach Herisau. Von Herisau mit der Appenzellerbahn nach Gossau. Ab Gossau mit dem Zug nach Zürich, von Zürich nach Bern, von Bern nach Seftigen. Ab Seftigen mit dem Bus nach Blumenstein.

Distanz
11 km, Aufstieg 1020 m, Abstieg 185 m

Unterkunft
Übernachtung in der «Underi Gantrischhütte». Diese Hütte gleicht einer Geisterbahn oder einem Gruselkabinett (siehe Fotos). Das Zimmer war aber sauber, die Leute sehr freundlich. Das Hotel Schwefelbergbad, wo Grossmüeti und Grosspapa übernachtet haben, ist leider dauerhaft geschlossen.

Verpflegung
Frühstück im Zug, aus dem Rucksack. Mittagessen ebenfalls aus dem Rucksack. Bei der «Underi Gantrischhütte» Softeis als Belohnung. Zum Nachtessen gab es ein Menü mit Kürbis- oder Rüeblisuppe – wir wissen es nicht so genau, Nudeln mit Geschnetzeltem für die Fleischesser und Spaghetti mit Tomatensauce für Vegi Anneliese, Meringues mit Rahm zum Dessert (nicht gerade ein Gourmet-Menü, aber in Ordnung und zweckmässig).

Besonderes
In der drückenden, feuchten Sommerluft galt es, die von Grosspapa erwähnten 100 massiven Betonschwellen zu überwinden. Das war sehr anstrengend und landschaftlich nicht besonders attraktiv. Oben auf der Alp fehlte vor allem den Kindern der «Pfuus». Doch auch diese 1000 Höhenmeter wurden überwunden und spätestens beim wohlverdienten Glacé waren die Strapazen schon wieder vergessen. Die Unterkunft war nicht gerade anmächelig, aber die einzige Option. Die Kinder hat’s im Übrigen überhaupt nicht gestört. Sie waren fasziniert von allem, was da so rumstand.

Etappenbericht Grossmüeti und Grosspapa
27. August 1981

Etappe 11, Teil 1

Wiggen – Eggiwil

Vom Osten in den Westen

Technische Angaben

Datum
28. Mai 2023

Wetter
Prächtiges Frühsommerwetter, ca. 20 °C. Sehr angenehm mit einer leichten Bise.

Route
Wiggen – Binzberg – Schärlig/Grosshus – Balmegg – Pfyffer – Hürlisegg – Läber – Stürleren – Gysenberg – Brach – Heidbühl – Eggiwil

Zeiten
Wiggen ab 08.50, Eggiwil an 13.45, 4:55 Gesamtdauer. Mit dem Auto von Entlebuch nach Schüpfheim. Mit dem Zug nach Eschholzmatt und von dort mit dem Postauto nach Wiggen. Von Eggiwil mit dem Bus nach Signau, von dort mit dem Zug nach Langnau i. E., weiter mit dem Zug nach Schüpfheim.

Distanz
14.5 km, Aufstieg 742 m, Abstieg 796 m

Unterkunft
Übernachtung in unserem Wohnwagen «Bürsti» bei Privatpersonen in Entlebuch.

Verpflegung
Aus dem Rucksack. In Eggiwil hatten wir viel Zeit und sind im Gasthof Bären für eine Glacé eingekehrt. Die Bedienung war katastrophal – so, dass wir schlussendlich fast unseren Bus verpasst hätten. Abends sind wir zu Fuss von unserem Stellplatz zum Restaurant Drei Könige in Entlebuch gegangen. In diesem Hotel nächtigten einst Grossmüeti und Grosspapa. Ob Louisa das Essen nicht bekam? Jedenfalls fing sie um 2 Uhr nachts an, heftig zu erbrechen. Das veranlasste uns dazu, am Morgen möglichst rasch in Richtung Ostschweiz aufzubrechen.

Besonderes
Die Tour startete steil durch hohes Gras und schöne Wälder. Nach einem ersten Hügel ging’s wieder runter nach Schärligbad. Danach folgte noch ein knackiger Aufstieg über einen prächtigen Höhenweg in Richtung Pfyffer. Leider haben sich uns die Berner Alpen heute nicht gezeigt – sie blieben wolkenverhangen. Aber auch der Abstieg nach Eggiwil war sehr schön und abwechslungsreich. Nach dem Asphalt-Abstieg vom Vortag waren wir darüber sehr glücklich. Wie schon am Vortag nutzten wir die Badi Schüpfheim, um uns abzukühlen und ausgebreitet zu duschen. Übrigens: im Kanton Luzern sind Geburtstafeln sehr verbreitet. Pro Kind werden gleich mehrere aufgehängt. Meist neben den Plaketten für die ausgezeichneten Kühe der Viehschau…

Etappenbericht Grossmüeti und Grosspapa
26. August 1981