Technische Angaben
Datum
10. Oktober 1982
Wetter
schön, kühl
Karte
1:50’000 Blätter 271 Chablais, 270 Genève, 1:25’000 Blatt 1262 Thonon-les-Bains
Route
Branlecul – L’Ermitage – Noyer – Macheran – Le Villard – Perrignier – Brécorens – Brenthonne Verayon – St-Didier en Chablais (Bons)
Höhen ü.M.
Branlecul 440 m, Le Villard 643 m, Brécorens 534 m, St -Didier (Station von Bons) 550 m
Zeiten
Branlecul – Perrignier 3 Std., Perrignier – Brenthonne 2 Std., Brenthonne – St -Didier 1 Std.
Unterkunft
Thonon
Verpflegung
gesammelte Nüsse und Haselnüsse (Wirtschaften geschlossen)
Besonderes
lustige Begegnungen mit fröhlichen Jägern.
Heimfahrt Bons – Thonon mit Bahn
Etappenbericht Looser, Teil 1
8. April 2024
Etappenbericht Looser, Teil 2
7. April 2024
Etappe 19
Von Branlecul (Thonon) nach Bons en Chablais
Sonntagsruhe für französische Gastfreundschaft
Mit dem gleichen Transportmittel fuhren wir am andern Morgen wieder zum Ausgangspunkt mit dem reizenden Namen und stiegen direkt von da auf die westliche Fortsetzung der grossen Terrasse, ohne den Umweg über das Tobel der Dranse mit einem möglicherweise wieder zugewachsenen Aufstieg zu machen. Das sonnige, aber kühle Wetter bildete eine ideale Voraussetzung für die leichte Wanderung auf der Hochebene, die in diesem westlichen Teil nun nur noch 200 Meter über dem See liegt. Weniger ideal war es, dass am Sonntag nun auch noch die ohnehin spärlichen Wirtschaften meist geschlossen waren, so dass wir unsere Ernährung ganz auf Nüsse und Haselnüsse umstellen mussten. Sonst war die Wanderung aber wirklich so, wie wir uns einen Spaziergang durch die französische Landschaft vorgestellt hatten. Dazu gehörten die zwar stattlichen, aber immer etwas zerfallenen Bauernhöfe, die schattigen Alleen und ausladenden Einzelbäume, das hellgescheckte Vieh, die kläffenden Hunde und die immer zum Plaudern geneigten Einheimischen. Zwischen Brécorens und Brenthonne 519.352 E / 125.171 N trafen wir eine sehr muntere Jagdgesellschaft an, die offensichtlich für Getränke genügend vorgesorgt hatte, während die Jagdbeute eher dürftig aussah. Jedenfalls hatten diese Jäger auch nicht das Gefühl, wir würden ihnen das Wild verscheuchen. In Brenthonne sichteten wir eine sehr ursprüngliche Käserei, wo Du tags darauf auf der Rückfahrt nach Thonon dann den gewünschten stinkenden Savoyer Käse einkaufen konntest. Schliesslich landeten wir ziemlich hungrig und ausgetrocknet am Bahnhof von Bons en Chablais am Fuss der Voirons und warteten auf einem Bänklein geduldig auf einen der seltenen Züge. Ein Bild für einen französischen Film. Auch das Café de la Gare war am Sonntag geschlossen. Jamais le dimanche !