Rapperswil-Wollerau

Technische Angaben

Datum
28. Juli 1981

Wetter
schön und warm

Karte
1:25’000 Blätter 1112 Stäfa, 1132 Einsiedeln

Route
Rapperswil Bhf. – Seedamm – Hurden – Pfäffikon – Freienbach – Leutschen – Wilen

Höhen ü.M.
Rapperswil 409 m, Eggli 511 m

Zeiten
Rapperswil – Wilen 2 Std. (inkl. Fabrikbesichtigung Verwo

Unterkunft
bei Emil und Bethli Bösch-Amsler in Wilen

Verpflegung
kurzer Trunk im „Rössli“, Hurden, sonst siehe Unterkunft

Besonderes
gemütlicher Abend bei ausgezeichnetem Leutschner im Hause Bösch

Etappenbericht Looser
15. August 2020

Etappe 5

Von Rapperswil nach Wollerau

Kraftwerkstratege Johann Wolfgang von Goethe

Die Fortsetzung nahmen wir 6 Tage später, zunächst mit dem kürzesten Teilstück, in Angriff. Wieder fuhren wir mit der Bahn nach Rapperswil und spazierten dann am Nachmittag über den Seedamm, wo wir die Grenze zum Kanton Schwyz überschritten, um dann bereits im schattigen Garten des Restaurants ‹Rössli› in Hurden zu einem kühlen Trunk einzukehren. Weniger cool war allerdings eine üppige, siebenachtelnackte Negerin, die wenig später auf einem protzigen Motorboot anrauschte. Die Nachtfauna von Zürich hat offenbar ihre Treffpunkte an der Grenze zwischen Ostschweiz und Zentralschweiz oder einfach an der kulturellen Landscheide zwischen dem puritanischen Züribiet und der katholisch-barocken March. Jedenfalls wanderten wir angenehm animiert über die Brücke des Schifffahrtskanals, wo wir mit der Linth einen weiteren Alpenfluss hinter uns liessen, und weiter durch das hübsche Naturschutzgebiet zwischen Bahndamm und See bis zum Bahnhof Pfäffikon (SZ), wo wir dann Emil Bösch in seinem Direktionsbüro in der Verwo aufsuchten. Nach einer kurzen Besichtigung der Fabrik (Kehrichtcontainer) spazierten wir gemeinsam über Freienbach-Leutschen (den schwyzerischen Rebberg) nach Wilen, wo das Ehepaar Bösch über eine feudale Villa, Stil Zürichsee, verfügt. Zum ersten Mal hatten wir die notwendigen Utensilien zum Übernachten im Rucksack mitgenommen und genossen dann im gastlichen Hause Bösch sowohl ein ausgezeichnetes Nachtessen wie einen süffigen Leutschner, ein fröhlich angeregtes Gespräch und schliesslich eine erquickende Nachtruhe.

Noch vor der Niederschrift dieses Berichts ist Emil Bösch ganz unerwartet einer heimtückischen Krankheit erlegen.