Technische Angaben
Datum
7. August 1981
Wetter
sehr schön und nach dem Gewitter vom Vorabend etwas weniger heiss/p>
Karte
1:25’000 Blätter 1189 Sörenberg, 1188 Eggiwil
Route
Flühli – Schwändi – Egghütten – Finsterwald – Hilferenpass – Mueshütten – Torbach – Hilferenhüttli – Wittenmoos – Wiggen
Höhen ü.M.
Flühli 883 m, Hilferenpass 1310 m, Wiggen 788 m
Zeiten
Flühli – Hilferenpass 2 3⁄4 Std., Hilferenpass – Wiggen 1 1⁄2 Std.
Unterkunft
Entlebuch
Verpflegung
Rucksack
Besonderes
auf Heimreise Bad im Zugersee (Arth), Nachtessen / Übernachten bei Peter in Rüti
Etappenbericht Looser
27. Mai 2023
Etappe 10
Von Flühli nach Wiggen
Wo Reuss und Aare sich das Wasser reichen
Am folgenden Tag stellten wir den eigenen Wagen beim Bahnhof Schüpfheim ab und benutzten bis Flühli wieder das Postauto. Flühli ist der Ort, wo wir aus topografischen und verkehrstechnischen Gründen am weitesten (etwa 3 km) von der Geraden Rorschach–Genf abweichen mussten. Die sehr einfache Etappe von hier über den Hilferenpass nach Wiggen 637.821 E / 196.030 N brachte uns dann wieder auf die Generallinie zurück. Diesmal waren die Wegstrecken auf asphaltierten Alpsträsschen etwas ausgedehnter; aber dazwischen gab es auch immer wieder Alpwege nach alter Art. Hatten wir in Flühli noch die Waldemme, einen Zufluss zur Kleinen Emme, überschritten, so kamen wir über den Hilferenpass nun aus dem Flussgebiet der Reuss hinaus in das Tal der Ilfis und damit ins Flussgebiet der Aare. Obwohl wir ja vorläufig noch im Kanton Luzern blieben, spürten wir doch immer deutlicher, dass die halbe Wegstrecke nun zurückgelegt war und wir in Wiggen nahe der luzernisch-bernischen Grenze auch etwa im geografischen Mittelpunkt der Schweiz angelangt waren. Auch der konfessionellen Grenze näherten wir uns, wobei wir wohlgemerkt hatten, dass es schon im Entlebuch weit weniger Kapellen und Bildstöckli gibt als weiter östlich in den katholischen Kantonen. Auch auf dieser Etappe bewegten wir uns sehr nahe an der Grenze zwischen den Kalkalpen und der Molasse (Nagelfluh) mit der wohlbekannten Begleiterscheinung der häufig recht sumpfigen Alpweiden. Der Hilferenpass gleicht deshalb wiederum stark der Schwägalp oder dem Kräzerenpass. Auch der Abstieg durch das tannendunkle Hilferental ist gut vergleichbar mit der Gegend beim Rossfall, wie auch das Ilfistal zwischen Marbach und Wiggen dem Talboden von Urnäsch gleicht. Jedenfalls haben uns die drei aufeinander folgenden Bergwandertage bei herrlichem Sommerwetter sehr befriedigt.
Auf der Heimfahrt reichte es noch zu einem weiteren erfrischenden Bad in Arth am Zugersee. Dabei fanden wir dann, dass es abgesehen von den organisatorischen Problemen jedenfalls möglich gewesen wäre, wenigstens den Zugersee schwimmend zu durchqueren. Von Arth aus reichte es bis zum Nachtessen gerade noch bis zu Stuckis in Rüti, wo wir dann auch die Nacht zubrachten, weil eine Weiterfahrt, vor allem wegen des gehobenen Alkoholspiegels, kaum mehr tunlich war.